Dass Apple gerne eigene Wege geht ist ein alter Hut. Auch dass sie sich ungern in die Karten schauen lassen und die Geheimniskrà ¤merei vorziehen denke ich ist nichts neues.
Es bleibt jedoch die Frage:
Darf man sich das in allen Bereichen erlauben ?
Ich denke nein. Hier mal 2 kleine Beispiele.
MobileMe:
Natà ¼rlich sind in der heutigen Zeit neue Services selten fehlerfrei beim Start. Viele Firmen versuchen dies einfach mit einem fetten BETA Label zu kaschieren, was interessanterweise auch von vielen Usern bei den meist kostenfreien Angeboten geschlà ¼ckt wird. Aber kann ich das gleiche bei kommerziellen Là ¶sungen machen ? Kann man einen Service starten, welcher sich innerhalb der ersten Woche als naherzu kompletter Flop darstellt, gespickt mit technischen Problemen und Ungereimtheiten ? Noch immer vermissen MobileMe Anwender Mails, sind Dienste zum Teil gar nicht verwendbar oder stark fehlerbehaftet.
Ich denke nein. Zwar ist in den letzten Tagen immerhin ein kleines Licht am Himmel zu sehen da Mr. Jobs himself die Idee hatte nun immerhin den aktuellen Status in regelmà ¤ssigen Abstà ¤nden offiziell zu announcen, aber eigentlich darf ich doch als einer der grossen im Geschà ¤ft gar nicht in so eine Situation kommen.
Nun gut, es ist nur eine Servicedienstleistung, daher vielleicht fà ¼r viele User nichts wirklich essenzielles, womit wir zum zweiten, in meinen Augen noch schwerwiegenden Beispiel kommen.
DNS
Bereits im MÃ ¤rz stelle entdeckte Dan Kaminsky ein massives Sicherheitsproblem im Domain Name Service, welches inzwischen im Netz u.a. unter dem Stichwort DNS Poisoning umhergeistert.
Letzlich ist es mà ¶glich beliebige Zugriffe im Internet auf andere Rechner umzuleiten. Wer mehr zu diesem Thema lesen will wird im Netz fà ¶rmlich à ¼berflutet mit Artikeln zu diesem Thema.
Mir geht es hier primà ¤r um den Umgang mit dieser Problematik von Seiten Apple.
Nachdem Dan Kaminskydas Problem erkannte kontaktierte er alle relevanten Hersteller (u.a. Microsoft, Apple, Linux-Distributoren etc..) um in einer gemeinsamen Aktion mà ¶glichst zielgerichtet das Problem anzugehen. Macht vom Ablauf absolut Sinn, da man es somit allen ermà ¶glicht die notwendigen Schritte anzugehen, bevor die ersten grossen Angriffswellen auf die Anwender zurollen.
Monate spà ¤ter (8. Juli) war es dann soweit und man verà ¶ffentlichte die notwendigen Patches um zumindest im Ansatz das Problem in den Griff zu kriegen, nur leider war von Seiten Apple offensichtlich nichts zu hà ¶ren.
Warum ? Ist man wieder so sehr von sich selber à ¼berzeugt dass man einen eigene Weg gehen muss ? Ist man einfach nicht mehr in der Lage aufgrund laufender Produkt & Service-Launches auch noch am Rande auftretenden Problem mit den vorhandenen Ressourcen anzugehen ? Wenn ja, stellt mehr Entwickler ein, oder definiert die Priorità ¤ten um wenn notwendig.
Auf mich wirkt es wie pure Arroganz die man in der Vergangenheit schon à ¶fter beobachten konnte. Es ist inzwischen kein unbekannter Faktor mehr dass sich Apple zum stopfen bekannter Là ¼cken einfach zuviel Zeit là ¤ÃƒÅ¸t (auch oder gerade im Vergleich zu Konkurrenten die man gerne belà ¤chelt).
Security muss in meinen Augen vor sonstigen Dienstleistungen stehen sonst verlieren zumindest IT Verantwortliche das Vertrauen. Und diese sind in meine Augen eine kritische Gruppe die bei Zufriedenheit von sich aus Werbung fà ¼r eine Firma und deren Produkte betreiben kà ¶nnen, oder eben auch Anti-Werbung.
Heise geht soweit jedem Admin zu empfehlen jeden Mac OS X basierten Nameserver ausser Betrieb zu nehmen, bis die LÃ ¼cke gestopft wurde.
Ich bin froh dass wir inzwischen bei der Arbeit trotz aller Liebe zu Apple Produkten den Weg gehen Serverdienste auf Linux-System umzuziehen. Das Projekt là ¤uft seit einigen Tagen / Wochen und là ¤ÃƒÅ¸t sich sehr gut an. Wir benà ¶tigen weniger Resourcen und das ganze wird sogar einfacher in der Handhabung (aus meiner Sicht)
Fazit:
Manchmal ist weniger mehr und manchmal sollte man sich auf die wesentlichen Sachen fokusieren. Sicherheit zà ¤hlt fà ¼r mich in diese Kategorie. Also liebe Jungs aus Cupertino, bewegt eure à €žrsche und macht was, dann verliert ihr auch nicht jegliches Vertrauen in der Branche.
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