Posts Tagged “mobileme”

Jean-Louis Gasse (langjähriger ehemaliger Apple-Mitarbeiter -> Chef Apple Niederlassung Frankreich -> Chef Entwicklungsabteilung Apple USA -> Be Gründer) hat sich auf Monday Note (seinem gemeinsamen Blog mit Frederic Filloux ) über den MobileMe Launch ausgelassen.

Er vergleicht die Launch-Problematik mit anderen Beispielen der Praxis (NASA Abschuss etc…) und verwendet dabei die schöne Formulierung/Redewendung The Game of Chicken Read the rest of this entry »

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Wie Heise gestern berichtete (beziehen sich selber widerrum auf MacWorld) kursiert aktuell eine Phishing Mail die gezielt auf MobileMe Kunden setzt.

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Dass Apple gerne eigene Wege geht ist ein alter Hut. Auch dass sie sich ungern in die Karten schauen lassen und die Geheimniskrà¤merei vorziehen denke ich ist nichts neues.

Es bleibt jedoch die Frage:

Darf man sich das in allen Bereichen erlauben ?

Ich denke nein. Hier mal 2 kleine Beispiele.

MobileMe:

Natà¼rlich sind in der heutigen Zeit neue Services selten fehlerfrei beim Start. Viele Firmen versuchen dies einfach mit einem fetten BETA Label zu kaschieren, was interessanterweise auch von vielen Usern bei den meist kostenfreien Angeboten geschlà¼ckt wird. Aber kann ich das gleiche bei kommerziellen Là¶sungen machen ? Kann man einen Service starten, welcher sich innerhalb der ersten Woche als naherzu kompletter Flop darstellt, gespickt mit technischen Problemen und Ungereimtheiten ? Noch immer vermissen MobileMe Anwender Mails, sind Dienste zum Teil gar nicht verwendbar oder stark fehlerbehaftet.

Ich denke nein. Zwar ist in   den letzten Tagen immerhin ein kleines Licht am Himmel zu sehen da Mr. Jobs himself die Idee hatte nun immerhin den aktuellen Status in regelmà¤ssigen Abstà¤nden offiziell zu announcen, aber eigentlich darf ich doch als einer der grossen im Geschà¤ft gar nicht in so eine Situation kommen.

Nun gut, es ist nur eine Servicedienstleistung, daher vielleicht fà¼r viele User nichts wirklich essenzielles, womit wir zum zweiten, in meinen Augen noch schwerwiegenden Beispiel kommen.

DNS

Bereits im Mà¤rz stelle entdeckte Dan Kaminsky ein massives Sicherheitsproblem im Domain Name Service, welches inzwischen im Netz u.a. unter dem Stichwort DNS Poisoning umhergeistert.

Letzlich ist es mà¶glich beliebige Zugriffe im Internet auf andere Rechner umzuleiten. Wer mehr zu diesem Thema lesen will wird im Netz fà¶rmlich à¼berflutet mit Artikeln zu diesem Thema.

Mir geht es hier primà¤r um den Umgang mit dieser Problematik von Seiten Apple.

Nachdem Dan Kaminskydas Problem erkannte kontaktierte er alle relevanten Hersteller (u.a. Microsoft, Apple, Linux-Distributoren etc..) um in einer gemeinsamen Aktion mà¶glichst zielgerichtet das Problem anzugehen. Macht vom Ablauf absolut Sinn, da man es somit allen ermà¶glicht die notwendigen Schritte anzugehen, bevor die ersten grossen Angriffswellen auf die Anwender zurollen.

Monate spà¤ter (8. Juli) war es dann soweit und man verà¶ffentlichte die notwendigen Patches um zumindest im Ansatz das Problem in den Griff zu kriegen, nur leider war von Seiten Apple offensichtlich nichts zu hà¶ren.

Warum ? Ist man wieder so sehr von sich selber à¼berzeugt dass man einen eigene Weg gehen muss ? Ist man einfach nicht mehr in der Lage aufgrund laufender Produkt & Service-Launches auch noch am Rande auftretenden Problem mit den vorhandenen Ressourcen anzugehen ? Wenn ja, stellt mehr Entwickler ein, oder definiert die Priorità¤ten um wenn notwendig.

Auf mich wirkt es wie pure Arroganz die man in der Vergangenheit schon à¶fter beobachten konnte. Es ist inzwischen kein unbekannter Faktor mehr dass sich Apple zum stopfen bekannter Là¼cken einfach zuviel Zeit là¤ÃƒÅ¸t (auch oder gerade im Vergleich zu Konkurrenten die man gerne belà¤chelt).

Security muss in meinen Augen vor sonstigen Dienstleistungen stehen sonst verlieren zumindest IT Verantwortliche das Vertrauen. Und diese sind in meine Augen eine kritische Gruppe die bei Zufriedenheit von sich aus Werbung fà¼r eine Firma und deren Produkte betreiben kà¶nnen, oder eben auch Anti-Werbung.

Heise geht soweit jedem Admin zu empfehlen jeden Mac OS X basierten Nameserver ausser Betrieb zu nehmen, bis die Là¼cke gestopft wurde.

Ich bin froh dass wir inzwischen bei der Arbeit trotz aller Liebe zu Apple Produkten den Weg gehen Serverdienste auf Linux-System umzuziehen. Das Projekt là¤uft seit einigen Tagen / Wochen und là¤ÃƒÅ¸t sich sehr gut an. Wir benà¶tigen weniger Resourcen und das ganze wird sogar einfacher in der Handhabung (aus meiner Sicht)

Fazit:

Manchmal ist weniger mehr und manchmal sollte man sich auf die wesentlichen Sachen fokusieren. Sicherheit zà¤hlt fà¼r mich in diese Kategorie. Also liebe Jungs aus Cupertino, bewegt eure à€žrsche und macht was, dann verliert ihr auch nicht jegliches Vertrauen in der Branche.

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Das der MobileMe Launch immer mehr ins Negative rutscht was die Aussendarstellung angeht, zeichnet sich schon seit einigen Tagen ab. Mit jedem Tag erscheinen mehr Berichte genervter User / Tester und wenn man das alte Marketing-Prinzip des Verteilungsratios von negativen gegenà¼ber positiven Nachrichten im Hinterkopf hat schreit das Ganze eigentlich nach:

Apple fix den verdammten Service endlich, oder stoppe den Dienst gà¤nzlich und schenke jedem User ein iPhone / sonstiges Gadget seiner Wahl.

Der bisherige Schnuller fà¼r die verà¤rgerten MobileMe User in Form einer verlà¤ngerten kostenfreien Testzeit wird nicht mehr lange ausreichend sein, um den Mob ruhig zu stellen.

Der nà¤chste bekannte Apple-Fanboy ( Walt Mossberg - IT-Großkritiker des “Wall Street Journal) ist nun mit seinem vernichtenden Urteil in die à€“ffentlicheit gegangen. Mehr dazu im Link-Bereich.

Irgendwie bin ich ja froh, dass ich zwar glà¼cklicher Apple-User bin, aber dank meinem Desinteresse an iPhone (Verfà¼gbarkeits-Probleme ohne Ende) und MobileMe (geht auch noch Wochen noch nicht stabil) den ganzen Negativ-Touch der letzten Wochen nicht am eigenen Leib abbekomme. Man stelle sich nur vor man hat sich das neue iPhone 3G schon bestellt und darf jetzt die inneren Kà¤mpfe fà¼hren weil man a) kein Handy bekommen hat und auch nicht klar ist bis wann dies ggf. passiert, b) der Vertrag schon là¤uft und man evtl c) die Rufnummer à¼bernommen hat. Wobei wenn ich das richtig mitbekommen habe, tut sich etwas in diesem Bereich.

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